Historie

Sankt Elisabeth Hospizverein und  Diakonie - die Entstehung von PALLIUM

Der Sankt Elisabeth Hospizverein im Caritasverband Memmingen-Unterallgäu e. V. (SEH) wurde 1995 gegründet mit dem Ziel, schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Familien in dieser schwierigen Situation zu unterstützen und Sterbebegleitung zu Hause zu ermöglichen. Seit 2005 übernimmt der SEH mit seinen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen (Sozialpädagoginnen  und Palliative-Care-Pflegekräfte) zahlreiche Aufgaben:

 

  • Koordination der Hospizeinsätze von über 70 ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen

  • Ausbildung von Hospizbegleitern

  • Beratungsdienst  zur Palliativversorgung, zur Patientenverfügung und vorsorgevollmacht, bei ethischen Fragestellungen…

  • Trauerarbeit


Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter, das Rückgrat der Hospizbewegung, stellen sich mit ihrer Zeit und ihren Kenntnissen für die Unterstützung Schwerstkranker zur Verfügung:
 

  • Mit pragmatischer Hilfe

  • Ganz nach den Wünschen der Betroffenen

  • Überkonfessionell und diskret


Der Sankt Elisabeth Hospizverein hat sich ferner über Jahre bemüht das Fundament für den Aufbau eines SAPV-Teams zu legen. So wurden zum einen Ärzte und Pflegefachkräfte in mehreren Palliative Care Kursen in Kooperation mit der Ludwig-Maximilian-Universität München ausgebildet und zum anderen wurde intensiv in die Konzeptarbeit zur SAPV-Gründung investiert.

Die Diakonie betreut als ältester ambulanter Pflegedienst in Memmingen Menschen in ihrem vertrauten Zuhause. Im Rahmen der vielfältigen Angebote für stationäre Seniorenpflege, häusliche Krankenpflege und Kurzzeitpflege war und ist die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen stets ein Teil ihrer Tätigkeit. So ist es konsequent, dass mehrere Mitarbeiterinnen in palliativer Pflege qualifiziert wurden und diese Kenntnisse und Haltungen in die Betreuung Sterbender einfließen.

 

SAPV

In konsequenter Fortführung des jeweiligen Einsatzes für die ambulante Palliativversorgung haben sich der Sankt Elisabeth Hospizverein e.V. und die Diakonie Memmingen e.V. 2012 das Ziel gesetzt, mit dem Leistungsangebot eines SAPV-Teams, eine große Lücke in der effektiven, häuslichen Betreuung Sterbender zu schließen. Im Schulterschluss beider Vereine wurde so 2013 eine gemeinnützige GmbH gegründet, die die Trägerschaft für Aufbau und Betrieb eines SAPV-Teams für den Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen übernommen hat.

Dabei ist mit PALLIUM, auf dem Fundament und den Idealen von Hospizverein und Diakonischem Werk, ein multiprofessionelles, interdisziplinäres Team entstanden, das seit dem 01. November 2013 die bedarfsgerechte individuelle Versorgung mit SAPV gemäß § 37b SGB V gewährleistet.

Sankt Elisabeth Hospizverein

Diakonie Memmingen

PMD

 

Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG 2015) wurde u.a. beschlossen , dass „auch in Krankenhäusern, in denen keine Palliativstationen zur Verfügung stehen, die Palliativversorgung gestärkt wird: Krankenhäuser können krankenhausindividuelle Zusatzentgelte für multiprofessionelle Palliativdienste vereinbaren. Sie können dafür hauseigene Palliativ-Teams aufbauen oder mit externen Diensten kooperieren“.

Auf dieser Basis hat im Oktober 2018 an den Kliniken Mindelheim und Ottobeuren im Klinikverbund Allgäu der erste von extern für eine Klinik bereit gestellte Palliativmedizinische Dienst in Deutschland seinen Betrieb aufgenommen. Hierfür wurde das PALLIUM SAPV Team entsprechend erweitert.

Dieses Angebot von PALLIUM in Zusammenarbeit mit den Kliniken Mindelheim und Ottobeuren, Klinikverbund Allgäu wird vom Landkreis Unterallgäu unterstützt. Hiermit konnte das Angebot spezialisierter stationärer Palliativmedizin, welches bislang nur am Klinikum Memmingen durch die dortige Palliativstation gewährleistet wurde, durch PALLIUM im Unterallgäu entscheidend ausgeweitet und verbessert werden.